Rembrandt van Rijn (1606 - 1669): Der Sturm auf dem See

Rembrandt van Rijn (1606 - 1669): Der Sturm auf dem See

22.2.2021, 15:40:44
Rembrandt van Rijn (1606 - 1669): Der Sturm auf dem See Genezareth, 1633, Öl auf Leinwand, 160 x 128 cm - 1990 aus dem Isabella Gardner Museum gestohlen. Verbleib seitdem unbekannt Das vorliegende Gemälde, Rembrandts einziges Seestück, zeigt eine biblische Geschichte aus dem Neuen Testament; das dramatische Wunder, als Jesus eingriff, um einen heftigen Sturm auf dem See Genezareth zu beruhigen. Die dunkel aufgewühlten, schaumigen Wellen drohen das kleine, windgepeitschte Boot umzukippen. Die von Panik ergriffenen Schüler kämpfen gegen den Sturm und kämpfen um die Kontrolle über ihr Fischerboot, als eine riesige Welle über seinen Bug kracht, das Segel zerreißt und das Boot gefährlich nahe an die Felsen im linken Vordergrund heranzieht. Der Mast des Bootes bildet eine diagonale Linie, die die Komposition in zwei Dreiecke teilt. Im linken Dreieck drohen extreme Gefahr und intensive Aktivität, aber ein goldenes Licht erhellt die Ränder der dunklen Wolken, die aufgeregten Männer und das zerrissene Großsegel. Im rechtwinkligen Dreieck ist eine rote Figur über die Bordwand drapiert und der Steuermann hält das Ruder gegen die ruckelnden Wellen. Nur eine blau gekleidete Figur, die sich an der Mütze festhält, blickt direkt auf den Betrachter hinaus, indem sie sich mit einem Seil festhält; er hat die Züge von Rembrandt. Der Künstler malte sich oft selbst in seine Kompositionen ein und verwickelte hier den Betrachter in das turbulente Treiben. Es ist eine konzentrierte Dramaszene, die in einem großen, sich verändernden, furchterregenden Raum abgespielt wird. Die enorme dramatische Kraft der Natur wird gezeigt, die die Menschheit auf die Probe stellt, aber das bevorstehende Wunder wird betont. Um die Geschichte zu beenden, heißt es in den Evangelien, stand Jesus auf, zeigte auf den Sturm und sagte: "Ruhe! Sei still!" und der bösartige Sturm ließ nach. Die äußerst detailreiche Darstellung von Szene und Geschichte, der vielfältige Ausdruck der Figuren, der geschliffene Pinselstrich und die leuchtenden Farben kennzeichnen Rembrandts frühen Stil. Am Morgen des 18. März 1990 brachen zwei als Polizisten verkleidete Diebe in das Museum ein und stahlen „Der Sturm auf dem See Genezareth“ und 12 weitere Werke bei dem als größter Kunstdiebstahl der US-Geschichte geltenden. Der Raubüberfall bleibt ungelöst.

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